Materialien für die Wartung

  • Was braucht man alles für die Wartung unserer Z Lokomotiven.

    Dieses soll kein Diskussionsthread sein sondern eine Übersicht an Werkzeugen die man so braucht um eine Lok zu warten und zu reinigen.

    Kommentare und Disskusionen bitte in einem anderen Thread eröffnen.

    Ergänzungen kann man anhängen.

    Es soll aber nicht die Übersicht verloren gehen.


    Das wichtigste ist ein heller Arbeitsplatz also sollte man für gute Beleuchtung sorgen.

    Als Unterlage nehme ich gerne eine Schneideunterlage aus Kunststoff die man im Modellbauhandel bekommt, auf diese lege ich dann ein weißes Blatt Papier.

    Nun eine Liste mit den Benötigten Werkzeugen.


    1. Ein Pinzettenset.

    2. Präzisions-Schraubendreher Schlitz/Kreutzschlitz 1,0mm – 3,0mm.

    3. Lupe besser noch eine Kopflupe.

    4. Dentalbürsten für Zahnzwischenräume.

    5. Schmiermittel (darauf wird noch eingegangen).

    6. Wattestäbchen.

    7. Isopropanol 70%.

    8. SR-24.

    9. Lokliege.

    10. Zewa oder Papiertaschentücher.
    11. Druckluft aus der Dose, zum aus-
      bzw. Trockenblasen.
    12. Ultraschallbad.
    13. Multimeter, zum durchmessen der
      Lok bei Kontaktschwierigkeiten.
    14. Glasfaserstifft zum reinigen der
      Strohmabnehmer.
    15. Nadeln.
    16. Zahnstocher.
    17. Ersatzteile.
    18. 1000er/ 2000er Schleifpapier.
    19. Explosionszeichnung der Lok.
    20. Feine Nagelfeilen.
    21. Zahnarztwerkzeug(Kratzer)



    Wie bei anderen Werkzeugen gilt auch hier, wer billig kauft, kauft zweimal.

    Besonders bei den Pinzetten und Präzisionsschraubendreher gibt es gravirende Qualitätsunterschiede.


    Bei den Kopflupen habe ich mich für ein 10 Euro Produkt aus China entschieden das recht gut ist.

    Was dabei wichtig ist, ist zum einen das man das Stirnband einstellen kann und das die Lupe bequem zu tragen ist.

    Die Vergrößerung kann ich durch hintereinander klappen von Linsen von 1,5x, 3x, 8,5x bis auf 10x erhöhen.

    Zum genaueren hinschauen, kann man sich auch ein USB Mikroskop kaufen das kostet auch unter 20 Euro und man kann sich die Verschleissteile in ruhe am Bildschirm ansehen.

    Auch bei neuen Lokomotiven kann man im Getriebe grate erkennen die man mit einer feinen Nagelfeile entfernen kann.


    Ein günstiges Ultraschallreinigungsgerät kann man bei diversen Discountmärkten bekommen.

    Dieses fülle ich mit Wasser mit ein paar Tropfen Geschirrspühlmittel zum groben reinigen der Achsen und des Motors.

    Nach dem reinigen im Ultraschallbad ist der Motor unbedingt mit Druckluft auszublasen.

    Dafür nimmt man die Druckluftdosen wie sie auch für den PC-Bereich zum reinigen der Tastatur angeboten wird.

    Tipp: Wenn man mit SR-24 oder Isopropanol den Motor und die Achsen reinigen will, kann man um das Reinigungsmittel zu sparen, dieses in einer kleinen Kunststoffschale mit den Teilen im Ultraschallgerät schwimmen lassen.

    Dann braucht man nur die Menge an Reinigungsmittel das die Teile gerade bedeckt sind.


    Mit dem 1000er Schleifpapier kann man bei bedarf den Kollektor der Lok wieder glatt schleifen.

    Man sieht mit der Lupe beim Kollektor Unebenheiten die sich auch in den Kohlen der Kohlebürsten einfressen. Diese Unebenheiten sollte man beseitigen. Aber Vorsichtig arbeiten.

    Hierzu steckt man das Schleifpapier so durch den den Motor das es auf einer Seite um den halben Kollektor liegt und hält es an den Enden fest. Dann dreht man an dem Zahnrad das auf dem Kollektorende sitzt ein paar mal hin und her. Konntrolliert ob noch Unebenheiten da sind, wenn ja wiederholt man den Vorgang.


    Zu den Explosionszeichnungen.

    Diese kann man sich bei Märklin von der Homepage laden.

    Ich habe mir die jeweiligen zu meinen Loks passenden auf dem Rechner abgespeichert und dann ausgedruckt und laminiert. So habe ich sie immer zur Hand und sie werden nicht verschmutzt.


    Die Zahnstocher sind sehr hilfreich beim Einbau der Kohlebürsten, die gerne mal vom Kollektor abfallen und dann auf der Arbeitsplatte landen.

    Legt man den Motor so auf einen Zahnstocher das dieser Quer zum Kollektor liegt, dann kann man die Kohlebürste besser in Position bringen und dann befestien ohne das sie wieder nach unten fällt.


    Schmiermittel:

    Als Schmiermittel gehen die gängigen Öle aus dem Modelbahnangebot.

    Man kann auch Hiltifett nehmen.

    Zu beachten ist immer das man nicht zuviel Schmiermittel verwendet.

    Darum verwende ich eine Stecknadel zum auftropfen des Öles, durch die geringe Dicke der Nadel ist der Tropfen kleiner als wenn er aus einer Kanüle kommt.


    Ersatzteile:

    An Ersatzteilen sollten mindestens die Kohlebürsten vorrätig sein.

    Gerne springt beim Handtieren mit der Pinzette entweder die komplette Kohlebürste ins Nirwana oder die Kohle löst sich von der Kupferhalterung.

    Auch Kupplungsfedern springen gerne mal durch die Gegend, daher sollte man sich von diesen auch einen kleinen Vorrat anlegen.

    Wer Haftreifen auf seinen Achsen hat, sollte sich auch einen Vorrat an diesen zulegen.


    Motoren, Schrauben und andere Teile hingegen braucht man nicht unbedingt zu horten.


    Soweit erst einmal ein Überblick an Sachen die man so braucht.

    Leute seid kreativ scheut euch nicht Farben zu verwenden.

    Edited once, last by Wolfgang Fuchs: Einpflegen von Materialien ().