Posts by CP-Rail

    Heute möchte ich Euch mein noch nicht ganz fertiges Erstlingswerk im Format der Deister-Diele XS vorstellen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit 50+ noch mit einem neuen Maßstab beginne. Gewählt habe ich ein nordamerikanische Motiv.


          


          


    Der Grain Elevator (Getreidespeicher) entstand nach einem eigenen Entwurf der sich an ein Vorbild in Kanada anlehnt und aus mehreren Teilen auf dem 3D-Drucker entstanden ist. Die Straßenrampe ist ebenfalls ein Druckteil. Die Begrasung besteht aus NOCH 08200 Streugras, das mit mit dem Woodland Static King aufgebracht wurde. Der Schotter ist ein No-Name-Produkt aus der Bucht. Der Sand ist selbst gesiebt und eingefärbt.


       


    Hier ein paar der separat gedruckten Teile und eine erste Stellprobe. Ich habe das Märklin-Gleis mit einem Unterbau aus 2 mm Kork verwendet um auf eine ähnliche Höhe wie zum MT-Gleis zu kommen.


       


    Hier eine Gleislehre aus dem 3D-Drucker, die ähnlich einem Weckglas-Verschluss, das Gleis mit Vorspannung zum Verkleben auf den Kork drückt.


    Viele Grüße

    Jens-Michael

    Hallo Jens-Michael,


    was für einen Begraser hast du dir ausgesucht?

    Ich habe mich für den Static King von Woodland Scenics entschieden. Dieser hat für mich das beste Preis-Leistungs Verhältnis von den Begrasern die ich mir in Tests bei Youtube angesehen habe. Den Woodland habe ich für 89.90 bekommen. Was nur der Woodland bietet, man kann ihn über Kopf abstellen, es rieselt nichts raus, das kann man weder mit dem RTS Greenkeper, noch mit dem Noch Grasmaster machen. Alternativ zur Batterie lässt sich nur der Woodland mit einem Netzteil betreiben.


    Zu einem Selbstbau muss man theoretisch noch den Arbeitslohn rechnen, damit ist ein Kaufgerät für mich (der nicht wirklich der Elektronikfreak ist) wirtschaftlicher und ich habe zwei Jahre Garantie.

    DAS hatte ich auch versucht im Teil 1 zum Ausdruck zu bringen. Meine Dielen XS sind aber immer noch kompatibel mit den bereits Vorhandenen. Das war auch ein Anspruch den ich an mich gestellt habe, sonst machts auch kein Sinn. Den Komfort kann ich nur nutzen wenn alle meine Dielen ( ;) momentan ist gerade mal eine Diele in Bau) zusammen gesteckt werden, sonnst müsste jede einzeln eingespeist werden. Ich stelle meine Diele und das Motiv mal vor, warte aber noch auf mein Begrasungsgerät.

    Während im Teil 1 die Modifikationen noch von jedem mit kleinem Aufwand auszuführen sind, wird es jetzt etwas aufwendiger.

    Ich wollte an meinen Dielen gern eine durchlaufende Stromversorgung haben, mindestens Wechselstrom für Elektroartikel, oder Licht.

    Der erste Gedanke war, die Märklinstecker zu verwenden. Schöne bunte Farben, da kann man eigentlich nichts vertauschen, alles hübsch. Leider hat das Kunststoffteil des Steckers schon einen Durchmesser von 6 mm oder sogar darüber. Ein Platzierung unter dem Brettchen als lose Verbindung schied damit aus, da die Füße ja auch nur 6 mm haben. Der nächste Versuch war, kleine Messingwinkel 10x10x1 mm, abgelängt auf 5 mm Breite unter das Brett zu kleben, so dass ein Schenkel hinten hochsteht. Dieser Schenkel hat dann ein Bohrung von 2,5 mm für die Märklinstecker. erhalten. Es hätten beliebig viele Winkel am Brett befestigt werden können, für verschiedene Stromkreise. Da ich die Dielen aber als Dioramen ansehe, sollten sie von beiden Seiten ein gutes Bild machen. Die Winkel störten dann doch optisch.


    Ich habe dann in meiner Grabbelkiste Industrie Crimpbuchsen und -Pins gefunden. Das sind Buchsen und Pins der Firma Harting aus der "Han" -Reihe. Welche ich jetzt genau habe finde ich noch heraus, das geht aber erst im neuen Jahr.

    Diese Buchsen und Pins wollte ich erst stirnseitig in die Dielen "implantieren", in dem die Dielen dort Bohrungen erhalten hätten, in die die Buchsen und Pins eingeklebt worden wären. Eine Querbohrung unter dem Brett wäre dann für das Kabel gewesen. Diese Version wäre aber mit schon bestehenden Dielen XS nicht kompatibel gewesen, da die Pins aus dem Brett herausgestanden hätten und wären mit anderen Dielen, die keine Bohrung haben, nicht zusammenschiebbar gewesen. Die Pins und Buchsen mussten also zwingend unter das Brett!


    Die Lösung war dann ein Halter aus dem 3D-Drucker. Hier verlassen wir jetzt die Nachbaubarkeit für jeden, der keinen 3D-Drucker hat, oder darauf zugreifen kann. Sicherlich ist der Halter auch aus einem Holzleistchen zu fertigen, der Aufwand steht m. E. aber nicht im Verhältnis zum Nutzen.



    Hier sind Pin und Buchse zu sehen, sowie zwei Versionen des Halters. Erst wollte ich den Halter anschrauben und dabei die Schrauben nicht ganz fest ziehen, damit sich der Halter zum gegenüberliegenden Halter am anderen Brett ausrichten kann. Das habe ich verworfen und mich auf eine mittige Fixierung unter dem Brett konzentriert. Das ist die Version des Halters rechts, mit zwei 3 mm Pins die in entsprechende Bohrungen im Brett greifen. Eine Spax-Senkschraube 2x12 sichert den Halter gegen herausfallen. Das Prinzip wendet auch gerne ein schwedische Möbelhaus an.


        


    Der Halter kann vier Kontakte für zwei Stromkreise aufnehmen. Verdrahtet habe ich noch nichts, da ich mir noch überlege wie z. B. eine el. Weichenbetätigung an das Brett integriert werden kann.

    Wer gern etwas nachdrucken möchte, dem kann ich die STL-Dateien gern zukommen lassen.


    Vielleicht habt Ihr Ideen wie die Betätigung elektromagnetischer Artikel aussehen könnte.


    Um den Halter sicher mittig platzieren zu können, habe ich mir eine Bohrlehre ausgedruckt für einen Bohrerdurchmesser von 3 mm.

    Damit die Vorrichtung nicht so schnell verschleist habe ich 10 mm lange Messingröhrchen D= 4 mm, d= 3 mm eingeklebt.

    Mit der Vorrichtung bohre ich die Pinlöcher für den Pinhalter und die Löcher für die beiden Füße jeder Seite.


       


    Edit: Bei den Verwendeten Kontaktbuchsen und -Stiften handelt es sich um:


    Han E-Kontaktbuchse 09 33 000 6220 - Bezugsquelle u. a. Conrad

    Han E-Kontaktstift 09 33 000 6121 - Bezugsquelle u. a. Conrad


    Viele Grüße

    Jens-Michael

    Ich bin ja total begeistert von den Deister-Dielen XS. Simpel, kleine Fläche, schneller Erfolg und wenn es mal "in die Hose" geht, bleibt der Verlust meist im Rahmen.

    Hier aus dem Forum habe ich einiges aufgeschnappt und auch meine eigenen Ansprüche haben zu Modifizierungen geführt, die allerdings teilweise die oben angeführte Eigenschaft "Simpel" aufheben, dafür aber Komfort einführen.


    Was habe ich verändert:


    - Die Holzart

    Ich habe 12 mm Pappelsperrholz verwendet und mir dies von https://www.plattenzuschnitt24.de/ zuschneiden und schicken lassen. Gute Arbeit, die Brettchen sind auf 1/10 mm maßhaltig. Ich habe die Zuschnitte unentgratet genommen, kostet weniger und kann man selber machen.

    Den Vorteil in Pappel sehe ich im Gewicht und der leichteren Bearbeitbarkeit, was für die weiteren Modifikationen wichtig war. Nachteil, um eine sauber lackierte Seitenkante zu erreichen, muss gespachtelt werden, dazu nehme ich meinen Plastik-Modelbau-Putty.


    - Farbgebung:

    Welcher RAL Farbton auch immer gewählt wird, die meisten werden ihn zu Hause nicht selber anmischen können und müssen zwangsweise auf ein (teures?) Fertigprodukt zugreifen. Ich bin davon weg und habe für mich entschlossen, dass meine Brettchen eine mittelgrau Farbgebung rundherum aus 10 Teilen Weiß und 1 Teil Schwarz erhalten. Mit einer Küchenfeinwaage lässt sich der Farbton hinreichend reproduzieren. Ich habe matt auftrocknende Acryl Farbe verwendet.



    -Die Füße

    Da keine Höhenverstellung der Füße vorgesehen ist, habe ich höhenverstellbare Füße entworfen. Ich habe diese sowohl nach alter Väter Sitte aus 6 mm dicken Scheiben, gesägt aus einem 18 mm Buchenrundholz, angefertigt, als auch welche aus dem 3D-Drucker benutzt. Die Holzscheiben bekommen zentrisch eine 4,5 mm Bohrung und eine 90° Senkung für eine M4 Senkschraube. Das Druckteil kommt natürlich schon mit allen Bohrungen versehen fertig vom Drucktisch. Die Senkschraube 12 oder 16 mm lang wird mit Uhu-Hart in den Fuß eingeklebt. Für den Trocknungsprozess kann die Schraube mit einer Unterlegscheibe und Mutter richtig in die Senkung und damit auch senkrecht hineinegezogen werden. Wie kommt der Fuß aber unter das Brett?




    -Die Aufnahme der Füße

    Für die Aufnahme der Füße wird im Brett ein M4 Gewinde benötigt. Damit das auch für Küchentischbastler nachvollziehbar ist, habe ich mir verschiedene Varianten ausgedacht. Wichtig ist nur das ihr eine "Lochzaubermaschine" habt, die senkrecht bohrt. Ich habe das auf einer über 20 Jahre alten Tisch-Säulenbohrmaschine gemacht die damals im örtlichen Eisenwarenhandel 99,- Mark gekostet hat. Senkrecht zu Bohren und die Aufnahmebuchsen senkrecht zu setzen ist wichtig, sonst stehen die Füße schief.



    An einem Stück Abfall Kistenbausperrholz zeige ich Euch die verschiedenen Varianten. Am einfachsten zu verwenden sind Hohlnietmuttern (Blindnietmuttern), die ganz Rechts zu sehen is. Für meine Nietmuttern ist eine Bohrung von knapp über 6 mm (6,2 bis 6,5) und 11 mm tief zu bohren und leicht anzusenken, damit der Bund bündig im Brett verschwindet. Da bei Hohlnietmuttern das Gewinde tiefer liegt, sind hier die Füße mit 16 mm Schraubenlänge zu verwenden. Für die anderen Buchsen reichen die 12 mm langen. Die Hohlnietmutter wird mit Uhu-Hart eingeklebt.

    Links neben der Hutmutter eine Ensat-Gewindebuchse, die eigentlich im Maschinenbau in weichen Metallen verwendet wird. Hier wird ein 6 mm Bohrung gebraucht, etwa 10 mm tief. Zum Eindrehen kann man eine M4 Stiftschraube (auch Madenschraube genannt) mit Mutter zum Kontern der Buchse verwenden. Läuft dle (Ständer-) Bohrmaschine (dran Denken, ans Senkrechte!) langsam genug kann man mit Motorkraft eindrehen, ansonsten das Bohrfutter von Hand drehen.

    Die Letzte Variante ist eine M4-Mutter. Hier eine 5 mm Bohrung mindestens 8 mm tief in das Brett bohren und den oberen Teil dieser Bohrung mit 7,5 mm, so tief wie die Mutter dick ist, aufbohren. Die Mutter (senkrecht) unter Verwendung von Uhu-Hart einpressen. Die grobe Gewindebuchse und die Einschlagmutter auf der linken Seite empfehle ich nicht. Eventuel gehen auch M4 Einschlagmuttern die im Hifi-Boxenbau etc. verwendet werden, die habe ich aber nicht da.

    Für MDF Bretter müsst ihr vermutlich etwas probieren wie sich die Ensat-Buchse am Besten eindrehen lässt, da MDF härter ist



    -Fertig



    So sieht ein 3D-Druck Fuß mit Ensat-Gewindebuchse am Brett aus.


    Viele Grüße

    Jens-Michael

    Euch allen, die Ihr mir persönlich (noch) unbekannt seid, eine frohes Weihnachtsfest.


    Ich möchte Euch mitnehmen auf eine Reise im Jahr 2014 mit dem Canadian Pacific Railway Holyday Train, der seit 1999 im November/Dezember den nordamerikanischen Kontinent durchquert und damit Tafeln für Bedürftige unterstützt.


    Wer dann noch Lust hat darf sich gern das Programm zum diesjährigen virtuellen Holiday Train At Home ansehen.


    Viele Grüße

    Jens-Michael


    Hallo liebe Forengemeinde,


    eigentlich war meine Plan mich nicht noch bei einem weiteren Forum anzumelden. Aber was soll man machen, wenn einem eine Märklin miniclub Startpackung mit US-Thema zuläuft und sich nun doch die Fragen häufen. Eigentlich komme ich aus der H0-Welt und bin Markenfan der (alten) Firma Fleischmann. Besonders angetan haben es mir die US-Modell des Herstellers. Darum bin ich auch im Forum alte Modellbahnen unterwegs. Ich vermute es war Peter Rogel der mir dort die ersten Tipps zu den Deister-Dielen XS gab. Die sind perfekt um zu Testen wie man mit dem Maßstab zurechtkommt, ist ja doch alles sehr "fiddeliensch" wie man bei uns sagen würde.


    Ansonsten beschäftige ich mich intensiv mit der Thematik Luftfahrtarchäologie. In der warmen Jahreszeit geht es mit dem Roller auf Touren, wobei ich aber auch jetzt im Herbst/Winter damit unterwegs bin. Vorher kommt aber die Familie und der Hund.


    Ich hoffe hier erstmal mein Hunger auf Wissen zur Spur Z zu Stillen und vielleicht auch mal den einen oder anderen Beitrag zu posten.


    Viele Grüße

    Jens-Michael aka CP-Rail